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Die ersten Anfänge der Burg liegen im Dunkel des frühen Mittelalters, wahrscheinlich im 11. Jahrhundert.

Richardis, Markgraf Leopolds III. jüngste Tochter erhielt Hohenegg zusammen mit Persenbeug und Ybbs als Heiratsgut anlässlich ihrer Vermählung mit dem Grafen Steffanig. Nach dessen Tod brachte sie die Burg ihrem zweiten Gemahl, dem Grafen von Hohburg in die Ehe, der sie Rudolf von Pottendorf überließ.

Um 1400 scheinen die reichen Herren von Wallsee als Besitzer auf. Reinprecht II. von Wallsee war Landeshauptmann ob der Enns 1386 – 1422. Sein Enkel Wolfgang verkaufte Hohenegg an die Grafen von Spauer. Durch Kauf kam Hohenegg an die Herren von Pottendorf und nach mehrmaligem Besitzerwechsel an die Ritter und Freiherren von Enenkel 1579.

Gräfin Barbara von Montecuccoli kaufte die Burg von dem protestantischen Georg Kaspar v. Neuhaus fünfzig Jahre später. Die Montecuccoli, deren Stammschloss in Modena war, traten durch Raimund in das Blickfeld der europäischen Geschichte, als dieser die Türken bei St. Gotthart an der Raab vernichtend schlug.

Unter ihm erfuhr Hohenegg eine durchgehende Umgestaltung der baulichen Anlage, erhielt 1659 den großen Turm und ein neues prächtiges Gesicht.

Zwei Türken waren seine Leibwache und fuhren mit ihm in seiner sechsspännigen Karosse. Parks mit Grotten und Alleen waren der Schauplatz prunkvoller Festlichkeiten. Dieser Blütezeit folgte ein langsamer Verfall. Finanzielle Sorgen zwangen die Nachfolger Raimunds, den kostspieligen Haushalt einzuschränken und in die Ebene in den Witwensitz Mitterau zu ziehen.

Durch mangelnde Instandhaltung verödete das nur noch zur Jagdzeit vorübergehend benützte Schloss. Schulden bewegten Peregrin v. Montecuccoli gegen Ende des 19. Jahrhunderts, Dachziegel abzubrechen und an das Stift Melk zu verkaufen. Auch die Wimpassinger Mühle wurde davon gedeckt. Baumaterial wurde nach Mitterau gebracht, wie Marmorpflaster und Gitter, der Kapellenaltar kam nach Sasendorf, die Turmuhr nach Haunoldstein. Wind und Wetter taten ein übriges und eines der schönsten Schlösser Österreichs wurde so zur Ruine.

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